Last Ninja 2 (C64) © 1988 System 3

Genre: Action-Adventure

Der zweite Teil der erfolgreichen Last Ninja Trilogie war auch der schönste und beste: Mit einem vermummten schwarzen Kämpfer zieht man los, einen bösen Shogun und sein Verbrechersyndikat in New York der Neuzeit auszumerzen, denn der Bösewicht ist für die Vernichtung des gesamten Ninja-Ordens des Helden verantwortlich.
Das Spiel bietet gehörte zu den grafisch besten Titeln auf dem Commodore 64 (es gab später noch schlechte Umsetzungen für Amiga, Atari etc), schöne vorberechnete Hintergründe, durch welche sich unser Held hindurchkämpft - ähnlich wie in den ersten Resident Evil-Spielen. Auf Sound-Untermalung musste man verzichten, dafür bekam man einen der schönsten Gamesoundtracks seiner Zeit zu hören. Auch die Animationen des Ninjas wissen zu gefallen:

Im Laufe des Spiels findet man verschiedene Waffen - Schwert, Stock und Nunchaku, welche aber eigentlich alle denselben Schaden verursachen. Man sucht Schlüssel und andere Items, mit denen man das Level verlassen kann, hier und da gibt es sogar einen "Endgegner", welcher einen Levelausgang bewacht - z.b. ein Krokodil oder eine Raubkatze - diese können nur mit vorher gefundenen Items besiegt werden. Man muss sich also genau in der Landschaft umsehen, um auch versteckte Gegenstände zu finden. Wurfsterne beispielsweise sind im Central Park in einem Mülleimer versteckt und auch die beiden Teile des Nunchakus wollen erst gefunden werden.
Hilfreich dabei ist, das sichtbare Items kurz aufblinken, wenn man einen neuen Bereich betritt.

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Und so prügelt, kämpft und rätselt sich der Spieler durch die schicken Levels des Spiels, bekämpft Strassengangs und Polizisten. Gelegentlich müssen auch mehrere Hindernisse übersprungen werden - hier zeigt sich eine der gravierendsten Mängel des Spiels, die ungenaue und hakelige Steuerung. Wenn man 3x in folge in einen Abgrund fällt und anschliessend das Spiel von vorne starten muss, kann das sehr frustrierend sein.
Zum glück gibt es nur zwei oder drei stellen im spiel, wo dies vorkommt. Die Levels sind recht abwechslungsreich, vom Central Park über einen Abwasserkanal bis hin zur Festung, in welcher sich der Shogun verkrochen hat - leider werden die ständigen Kämpfe gegen die immer gleich agierenden Gegner schnell langweilig - es sind das Setting und die Erwartung, die den Spieler vorwärtstreiben.

FAZIT: Last Ninja 2 besticht durch gute Grafik, tolle Musik und leicht rätsellastiges Gameplay - dem negativ gegenüber stehen hakelige Steuerung und monotone Gegnerkämpfe, weshalb man im späteren Spielverlauf schon mal etliche Gegner ignoriert und einfach vorbeiläuft.

Wertung: 6|10 Retro-Wertung: 8|10